Quartalsbilanz

ADM lässt ordentlich Federn


Die Zentrale von ADM in Decatur, Illinois.
-- , Fotos: ADM
Die Zentrale von ADM in Decatur, Illinois.
Der starke US-Dollar und schwache Exporte von Getreide und Ölsaaten aus den Vereinigten Staaten setzen dem Agrarkonzern Archer Daniels Midland Co. (ADM) zu. Im ersten Quartal 2016 (Ende: 31. März) weist der Konzern einen Gewinn von 230 Mio. US-$ oder 39 US-Cent je Aktie aus nach noch 493 Mio. US-$ und 77 US-Cent je Aktie im Vorjahr. „Geringe Exportvolumina und Margen sowie schwache Ergebnisse aus dem globalen Handel haben unser Agrargeschäft belastet“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende von ADM, Juan Luciano, die Zahlen am Dienstag in Chicago.

Hoffnungsträger Wettermarkt

Kurzfristig sieht der CEO wenig Anzeichen auf Besserung: Für das gesamte erste Halbjahr sehe er ein „herausforderndes“ Marktumfeld, so Luciano weiter. Hoffnung setzt der Konzern nun auf die schwierigen Witterungsverhältnisse in Südamerika: „Wir sind vorsichtig optimistisch, dass eine geringere Produktion von Mais und Sojabohnen in Südamerika die Crush-Margen bei Sojabohnen und die Möglichkeiten im globalen Handel verbessert“, sagte Luciano.

Alleine im Geschäftsbereich „Agricultural Services“, der den Handel und die Erfassung von Agrarrohstoffen umfasst sowie die Verarbeitung von Weizen, bleibt der operative Gewinn mit 76 Mio. US-$ rund 118 Mio. US-$ hinter dem Ergebnis aus dem Vorjahresquartal zurück. ADM führt das auch auf „unvorteilhafte Positionierungen“ an den Märkten zurück. Das Segment Ölsaatenverarbeitung litt unter schwachen Margen. Einzig im Geschäftsbereich Maisverarbeitung konnte der Konzern wegen eines guten Stärke- und Süßungsmittelgeschäfts ein besseres Ergebnis ausweisen. (pio)
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