Quartalsergebnis

ADM leidet unter schwachem Export

ADM Firmenzentrale in Chicago
-- , Foto: ADM
ADM Firmenzentrale in Chicago

Archer Daniels Midland Co. (ADM) weist im dritten Quartal (Ende: 30. September) ein Betriebsergebnis von 684 Mio. US-$ aus. Im Vergleich zum Vorjahr, als ADM ein Ergebnis aus dem operativen Geschäft von 941 Mio. US-$ eingefahren hat, ist das ein Rückgang um 27 Prozent.

ADM-Vorstandschef Juan Luciano führt dies unter anderem auf das schwierige Marktumfeld für den Geschäftsbereich Agricultural Services, der die Erfassung und Vermarktung von Getreide bündelt, zurück. Niedrigere Margen und schwächere Exporte aus Nordamerika heraus hätten der Sparte zugesetzt. Das Ausfuhrgeschäft wiederum habe unter dem starken US-Dollar und dem riesigen, weltweiten Angebot an Marktfrüchten, unter anderem aus Südamerika, gelitten.

Wettbewerb aus Brasilien

Als strategisches Ziel für die Zukunft gibt Luciano an, weiter an der Kostenschraube drehen zu wollen: „Wir machen bereits große Fortschritte dabei, unsere operativen Prozesse effizienter zu gestalten und unsere Kostenposition zu verbessern“, so der CEO.

Im Einzelnen weist ADM im Bereich Agricultural Service ein Betriebsergebnis von 149 Mio. US-$ aus, das sind 5 Mio. US-$ weniger als im Vorjahr. Vor allem im globalen Geschäft mit Weizen und Mais hat der Konzern die Konkurrenz aus Brasilien gespürt: Ein schwacher Real hat die Nachfrage nach Getreide aus dem südamerikanischen Land angeheizt. Im späteren Verlauf des Quartals habe aber zumindest der US-Sojaexport an Fahrt aufgenommen.

Schwaches Pflanzenölgeschäft in Europa

Deutlich geringer fällt das operative Ergebnis in der Maisverarbeitungssparte aus: Es fällt auf 165 (Vorjahr: 341) Mio. US-$. Das war in erster Linie auf ein schwaches Bioethanolgeschäft zurückzuführen, während der Bereich Stärke und Süßungsmittel sich relativ stabil hielt.

Im Bereich Ölsaaten weist ADM ein operatives Ergebnis von 276 Mio. US-$ aus, das sind 72 Mio. US-$ weniger als im Vorjahr. Während die Nachfrage nach Ölschroten in den USA und nahe gelegenen Exportmärkten solide verlaufen war, schwächelte das Pflanzenölgeschäft in Europa. (pio)
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