ADM spürt Exportbeschränkungen

Der US-Agrarkonzern Archer Daniels Midland (ADM) spürt den fehlenden Getreideexport an den Schwarzmeerhäfen. Dagegen liefern die Verarbeitung von Mais und Ölsaaten verbesserte Margen. Der Konzern mit Hauptsitz in Decatur/Illinois berichtet für das 1. Quartal 2010/11 (Geschäftsjahr Juli/Juni), dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 16,8 Mrd. US-$ angestiegen ist. Der Nettogewinn ist jedoch mit 345 Mio. US-$ um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Dieser Rückgang resultiert jedoch ausschließlich aus Finanzierungsposten in der Bilanz. Das operative Ergebnis ist dagegen etwa mit dem Vorjahr vergleichbar.

Die Geschäftsbereiche waren allerdings unterschiedlich profitabel. Die Ölsaatenverarbeitung, die Biodieselherstellung und die Maisverarbeitung haben im Jahresvergleich höhere Margen erzielt. Dagegen ist das operative Ergebnis im Agrarhandel zurückgegangen. ADM führt dies auf fehlende Möglichkeiten für Getreideexporte aus der Schwarzmeerregion zurück. (db)
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