Wachstumsstrategie

ADM will Handelsmenge verdoppeln


Mit der Ausgangsposition zeigt sich ADM-Chefin Patricia Woertz bereits zufrieden. Das Unternehmen, das sie noch bis Jahresende führt, ist nach ihren Worten im Wettbewerb „außergewöhnlich gut positioniert“. Ihr Nachfolger als Vorstandsvorsitzender (CEO) Juan Luciano will darauf aufbauen und hat am Mittwoch für weiteres Wachstum eine neue Strategie angekündigt.

ADM im Wettbewerb
Archer Daniels Midland (ADM) hat 2013 rund 90 Mrd. US-$ umgesetzt und einen Nettogewinn von 1,3 Mrd. US-$ erzielt. Der Konzern steht global im Wettbewerb mit den anderen führenden internationalen Größen Bunge, Cargill, Dreyfus und Glencore. In Deutschland betreibt ADM Ölmühlen in Hamburg, Spyck, Mainz und Straubing sowie Biodieselwerke in Hamburg, Leer und Mainz. Außerdem befindet sich in Hamburg die ADM Germany GmbH, die frühere Alfred C. Toepfer International. (db)
Im Ölmühlensektor nennt Luciano die Werke in Brasilien, die sowohl im Bezug der Sojabohnen als auch im Absatz noch Wachstumsmöglichkeiten hätten. In der Maisverarbeitung, zu der die Herstellung von Ethanol, Stärke und Süßstoff zählt, kann sich der künftige ADM-Chef vorstellen, sich stärker außerhalb der USA zu engagieren.

Die ehrgeizigsten Vorgaben setzt sich ADM für den internationalen Handel außerhalb der USA. Hier hat der künftige CEO eine Verdoppelung der gehandelten Mengen im Auge. Dazu soll auch die Zahl der Standorte erhöht werden. Beachtlich ist zudem das Ziel für die Margen, die verdreifacht werden sollen.

Schließlich strebt ADM für das Spezialitätensegment, das kürzlich mit der Übernahme von Wild eine kräftige Verstärkung erlebt hat, einen Umsatzanstieg von zurzeit 2,5 Mrd. US-$ auf künftig von 10 Mrd. US-$ an. (db)
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