Die Milchanlieferung habe im Wirtschaftsjahr 2014/15 die nationale Quote für Lieferungen überschritten um rund 160.000 t, die direkt vermarktete Menge an Milcherzeugnissen sei aber geringer gewesen als die entsprechende D-Quote, gab die Agrarmarkt Austria (AMA) bekannt. Für geringe Überschreitungen der A-Quote müssen die Milchbauern eine Basisabgabe in Höhe von 9 Cent/kg zahlen, für höhere Überlieferungen fällt eine Superabgabe von 22,5 Cent an.

Insgesamt beliefe sich die Superabgabe voraussichtlich auf rund 46,76 Mio. €, berichtet die AMA. Die endgültige Überlieferung könne sich durch die "negative Fettkorrektur" noch etwas verringern, weil diese in den bisherigen Berechnungen noch nicht zur Gänze enthalten sei. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte eine Überschreitung von rund 92.000 t eine Zusatzabgabe von 25 Mio. € zur Folge.

Zwar ist das EU-Milchquotensystem am 31. März 2015 ausgelaufen. Für das Wirtschaftsjahr 2014/15 müssen die Milchbauern aber letztmalig bei Überschreitung ihrer einzelbetrieblichen Anlieferungsquote (A-Quote) eine Zusatzabgabe entrichten, die ihnen nachträglich vom Milchgeld abgezogen wird. Die Ergebnisse für das Quotenjahr 2014/15 werden von der AMA voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli veröffentlicht. (az)
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