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Die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft mbH (AMI) will den Kreis ihrer Gesellschafter erweitern. Parallel sollen sich die Strukturen der ZMP-Nachfolgeorganisation ändern. In einer heute in Berlin beschlossenen Absichtserklärung haben die Deutsche Fachverlag GmbH, Frankfurt a.M., land- und forstwirtschaftliche Organisationen sowie Verbände der Agrar- und Ernährungswirtschaft sich darauf geeinigt, in die AMI zu investieren. Ergänzend zu den AMI-Mehrheitsgesellschaftern - der Landwirtschaftsverlag GmbH, Münster-Hiltrup, und der Deutschen Landwirtschaftsverlag GmbH, Hannover, sowie den Standesorganisationen, die beide Verlage tragen - wird die AMI auf eine breitere Basis gestellt.

Damit ändern sich die Entscheidungsstrukturen. In grundsätzlichen Fragen, wie Finanz- und Personalplanung, ist es künftig notwendig, dass die neuen Minderheitsgesellschafter zustimmen. Nach Informationen von ernaehrungsdienst.de will die Milchindustrie ihre Marktinformationen lieber selbst organisieren, ist aber auch bereit, mit AMI zu kooperieren. Ein Großteil der zunächst geplanten Jahresumsätze von AMI, insgesamt rund 3,5 Mio. €, soll durch öffentliche Aufträge zustande kommen.

AMI wurde im vergangenen Februar in Folge des "Absatzfonds-Urteils" (Az: 2 BvL 54/06) des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) gegründet. Das BVerfG hatte die Zwangsabgabe der Erzeuger zum Absatzfonds für verfassungswidrig erklärt. Die durch den Absatzfonds finanzierte Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) befindet sich seitdem in Liquidation. Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) wird als wichtigste Nutznießerin des früheren Absatzfonds ebenfalls abgewickelt. (ED)

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