AMK: Antibiotika-Einsatz wird strenger kontrolliert


In Deutschland gibt es künftig eine schärfere Überwachung des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung. Bund und Länder einigen sich auf ein betriebsbezogenes Erfassungssystem. "Es hat lange gedauert, aber jetzt hat sich Bundesagrarministerin Ilse Aigner doch bewegt und konkrete Maßnahmen aufgezeigt, um den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung zu reduzieren", sagte Alexander Bonde, Vorsitzender der Agrarministerkonferenz (AMK), heute in Konstanz. Die Agrarminister von Bund und Ländern einigten sich darauf, das Arneimittelgesetz zu ändern und damit den Aufbau einer Datenbank zu ermöglichen. Dadurch erhalten alle Überwachungsbehörden der Bundesländer Zugriff in die Daten über den Antibiotiaka-Einsatz bei landwirtschaftlichen Nutztieren. "Damit gebe ich den Landesbehörden alle Instrumente in die Hand, um die Antibiotika-Abgabe zu reduzieren und den Missbrauch von Medikamenten zu verindern", erläuterte Aigner ihr Vorhaben in Konstanz. Ihr Ziel ist es, den Einsatz auf ein notwendiges Maß zu verringern. Bonde will jetzt zusammen mit seinen Länderkollegen darauf achten, dass die notwendigen Gesetzesänderungen und die Maßnahmen zur Installation der Datenbank schnell auf den Weg gebracht werden. (da)
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