Der Import von Käfigeiern nach Deutschland soll ab Januar 2012 verboten sein. Für Kleingruppen und ausgestaltete Käfige für Legehennen in Deutschland droht ebenso bald das Aus. Die Agrarminister von Bund und Ländern haben heute während der Agrarministerkonferenz (AMK) ein Importstopp von Eiern aus Käfighaltungen aus anderen EU-Ländern beschlossen. Die Bundesregierung ist nun in der Pflicht, entsprechende Gesetze für dieses Importverbot ab 2012 zu erlassen. Sie reagieren damit darauf, dass trotz des EU-weiten Verbotes der Käfighaltung von Legehennen ab 2012 einige Mitgliedstaaten weiterhin Eier dieser Haltung produzieren werden.

Für die Legehennenhaltung in Deutschland einigten sich die Agrarminister auf ein baldiges Aus für die noch zugelassenen Kleingruppen und ausgestalteten Käfige. Einem Verbot werde zuerst eine Prüfung vorausgehen, wann sich der Umstieg der deutschen Eierproduzenten auf die Kleingruppenhaltung amortisiert habe. Unter der Leitung der Agrarministerien von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz werden Gutachter prüfen, wie lange eine Kleinvoliere wirtschaftlich nutzbar ist. Damit sollen Betriebe, die gerade auf Kleingruppen umgestellt haben, bei der Suche nach einer realistischen Übergangsfrist berücksichtigt werden. Nach dem Ermittlungsprozess wollen die Agrarminister erneut einen Zeitraum für eine Übergangsfrist benennen, dass schließlich zu einem totalen Verbot der Käfighaltung von Legehennen führen wird. Zuletzt hatte der Bundesrat den Vorschlag von Aigner von einer Frist für die veränderten Käfige bis 2035 gestoppt. Mit dem heute gefundenen Kompromiss wollen die Länder Zeit für eine klare Lösung gewinnen. (da)
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