Wiesenhof

Ab Mitte Mai Teilbetrieb in Lohne


Acht Tage nach dem Großbrand in der Oldenburger Geflügelspezialitäten GmbH, Lohne, laufen die Aufräum- und Reinigungsarbeiten in dem Teil des Betriebes, der nicht von dem Feuer zerstört wurde, auf Hochtouren. Ein Teil der Produktion soll schon Mitte Mai wieder aufgenommen werden, erklärte heute Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe. Der Teil des Werkes, der nur geringfügig von dem Großbrand in Mitleidenschaft gezogen wurde, werde derzeit so vorbereitet, dass ab Mitte Mai wieder rund 350 der 1.200 Mitarbeiter in der Zerlegung und Verpackung arbeiten können. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass es mindestens 18 bis 24 Monate dauern werde, bis der Betrieb wieder voll aufgenommen werden kann.

In den vergangenen Tagen sei es  gelungen, alle Tiere, die von den Vertragslandwirten der PHW-Gruppe aufgezogen und die in der Vergangenheit in Lohne geschlachtet wurden, in andere Schlachtereien zu bringen. „Alle Tiere der Landwirte werden dementsprechend rechtzeitig abgenommen“, versichert die PHW-Gruppe. Die Hähnchen würden in eigene Schlachtbetriebe der PHW-Gruppe und weitere, hauptsächlich in Nord- und Ostdeutschland gelegene Schlachtereien, gebracht.

Offen ist die Zukunft für viele der Mitarbeiter in Lohne. „Wir bedauern, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht verbindlich sagen können, wie viele Arbeitsplätze wir zukünftig erhalten können. Ganz sicher werden wir aber weiterhin alles tun, um so viele Arbeitsplätze wie möglich zu retten“, erklärt Peter Wesjohann. Er begrüße das Interesse der niedersächsischen Landesregierung an dem Standort in Lohne. Die PHW-Gruppe könne nachvollziehen, dass die Politik jetzt schnelle Lösungen wünscht. „Angesichts des enormen Ausmaßes des Schadens und vieler noch zu klärender Fragen sowie des zurzeit nicht abschätzbaren Beginns des Wiederaufbaus, werden wir im morgigen Gespräch mit Ministerpräsident Weil und Wirtschaftsminister Lies jedoch noch keine verbindliche Aussage treffen können“, so Wesjohann. Die PHW-Gruppe werde in den nächsten Tagen auch Gespräche mit dem Betriebsrat und der NGG über die Zukunft des Standortes führen. (SB)
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