AbL für Mindestanteil von Leguminosen

Eine stärkere Auflockerung der Fruchtfolge schlägt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) als Kriterium für die künftigen EU-Direktzahlungen vor. Der Verband positioniert sich damit zur Agrarministerkonferenz in Jena. Nach AbL-Vorstellungen können EU-Direktzahlungen nach einem einfachen, aber „sehr wirksamen" Modell dem Umwelt- und Klimaschutz zu Gute kommen. Der Verband schlägt für das „Greening" der ersten Säule der EU-Agrarpolitik Vorschriften zur Fruchtfolge vor. Eine Kultur darf danach maximal 50 Prozent der betrieblichen Ackerfläche einnehmen. Weitere Bedingung wäre, dass Leguminosen wie Ackerbohnen, Erbsen oder Kleegras mindestens 20 Prozent ausmachen müssen. Wer diese Fruchtfolgen nicht einhält, würde nach dem AbL-Konzept 30 Prozent seiner gesamten Betriebsprämie verlieren.

Außerdem schlägt der Verband für die EU-Direktzahlungen eine einzelbetriebliche Obergrenze von 150.000 € vor. Betroffene Großbetriebe sollen allerdings die Kürzung durch Anrechnung der Hälfte ihrer tatsächlichen Lohnkosten abmildern können. (db)
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