Auf mehr als 40 Cent pro Kilogramm sind die Preise für Rohmilch in den Niederlanden gestiegen, berichtet die AbL und bezug auf Informationen der EU-Kommission. Dagegen zahle die deutsche Molkerei Deutsches Milchkontor (DMK), Bremen, seinen Erzeugern rückwirkend für September nur einen Grundpreis von 22,2 Cent pro kg aus, so der stellvertretende Vorsitzende der AbL, Ottmar Ilchmann. Und auch mit der für Oktober geplanten Zahlung in Höhe von 25,2 Cent leige DMK immer noch 15 Cent unter dem aktuellen Spotmarktpreis, kritisiert die AbL. 

"Angesichts dieses erheblichen Rückstands im Auszahlungspreis darf das DMK mit den Handelsketten jetzt nicht voreilige und vor allem zu niedrige Verkaufspreise für Trinkmilch und andere Milchprodukte abschließen", fordert Ilchmann. Richtschnur für die Preise müsse das Niveau von Anfang 2014 sein, ergänzt er. 

Zwar würden auch andere genossenschaftliche Molkereien auf ähnlich niedrigen Niveau wie DMK liegen, so der AbL-Vertreter. Doch besitze DMK aufgrund seiner Größe eine besondere Bedeutung. Andere Molkereien würden sich an dessen Preisniveau orientieren, was nicht zuletzt auch vom Bundeskartellamt kritisert worden sei, so die AbL. (jst)
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