Restrukturierung

Abengoa versteigert US-Werke


Die Abengoa SA wickelt Ethanolwerke ab. Nach Informationen des Internetportals von The Progressive Farmer versteigert die US-Holding von Abengoa die sieben Werke, die sich in den USA befinden. Gebote sollen bis Mitte August möglich sein, die eigentliche Auktion ist für den 22. August terminiert.

In Europa stehen zwei Werke in den Niederlanden und in Spanien seit kurzem still, berichtet France AgriMer in einer Analyse zum europäischen Getreidemarkt. Es handelt sich zum einen um die Rotterdamer Anlage, die mit einer Kapazität von jährlich 480 Mio. Liter ein Schwergewicht im Abengoa-Verbund darstellt und auf Getreidebasis arbeitet. Zum anderen ist das Werk im spanischen Salamanca betroffen. Es hat nach Angaben von Abengoa eine Kapazität von jährlich 200 Mio. Liter. Rohstoff ist ebenfalls Getreide, ergänzt durch Rückstände der Weinbereitung.

Abengoa hatte bereits Ende 2015 in den USA ein Insolvenzverfahren eröffnet. In Spanien selbst laufen seit Monaten Verhandlungen mit Banken. Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz 2014 von rund 7,1 Mrd. € hat bis Ende 2014 Nettoschulden von rund 7,2 Mrd. € angehäuft. Sie sollen laut Unternehmen bis September 2015 um etwa 1 Mrd. € abgebaut worden sein. Somit bleiben aber 6,2 Mrd. €. Abengoa hat im März 2016 einen Restrukturierungsplan vorgelegt, der eine Zukunft in den erneuerbaren Energien vor allem mit Solaranlagen und Wasserkraft vorsieht. Für den 29. Juni ist eine Hauptversammlung in Sevilla einberufen worden. (db)
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