Abgeordnete fordern Herkunftsangaben


Über die Herkunft von agrarischen Rohstoffen in Lebensmitteln soll der Verbraucher genauer informiert werden. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes spricht sich für eine umfangreiche Herkunftskennzeichnung aus. Zukünftig sollen für alle Fleischarten sowie für Milchprodukte verpflichtend der EU-Mitgliedstaat oder die Region der Ursprungserzeugnisse angegeben werden. Notfalls sollen auf Fleischerzeugnissen auch die Orte der Geburt, der Aufwuchses und der Schlachtung getrennt genannt werden, falls diese nicht zusammenfallen. Verarbeitungsprodukte schließen die Europaabgeordneten in ihre Forderungen ein.

Berichterstatterin Renate Sommer (CDU), die im Umweltausschuss heute in Brüssel überstimmt wurde, geht dies zu weit. Sie befürchtet unpraktische Regeln und zudem zunehmend protektionistische Tendenzen in den EU-Mitgliedstaaten. Der EU-Ministerrat tritt ebenfalls für einen gemäßigteren Ansatz bei der Herkunftskennzeichnung ein. Er möchte die Angaben auf Fleisch beschränken und zunächst Folgeabschätzungen der EU-Kommission für einzelne Produkte abwarten. In der 2. Lesung müssen sich das Parlament und die EU-Mitgliedstaaten nun einigen. (Mö)     
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