Abgeordnete warnen vor Bürokratie


Um die neuen Umweltprämien dreht sich die Reformdebatte im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments. Die Pläne der EU-Kommission werden kritisch betrachtet. Die drei von der EU-Kommission vorgeschlagenen Umweltmaßnahmen seien zu uniform, um in den ganz unterschiedlichen Regionen der EU sinnvolles zu bewirken, lautete ein zentraler Kritikpunkt der Abgeordneten in der Debatte am Montag in Straßburg. Zudem werde der Verwaltungsaufwand für Landwirte unnötig erhöht. Vor allem die 7 Prozent ökologische Ausgleichsfläche und die geforderten Mindestfruchtarten waren Stein des Anstoßes.

Wenn ein Milchviehbetrieb neben seinen 70 ha Grünland auf 30 ha Mais nach den Regeln der guten Landwirtschaftlichen Praxis anbaue, solle ihm diese Futtergrundlage zukünftig genommen werden, gab Britta Reimers von der FDP zu bedenken. Elisabeth Jeggle (CDU) warf der EU-Kommission eine einseitige Bevorzugung der Ökobetriebe vor, für die die 7 Prozent Ausgleichfläche auf dem Acker nach deren Vorschlag nicht gelten sollen. Peter Jahr (CDU) regte an, die neuen Umweltauflagen in die bestehende Cross Compliance einzubauen, um unnötigen Verwaltungsaufwand zu vermeiden. Die Kürzung der Direktzahlungen mit Einberechnung der Lohnkosten hält der Abgeordnete aus Sachsen für eine angemessene Variante. (Mö)
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