Abgrenzung von Prozesswasser und Abwasser schwierig

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Mit ihren Absichten, das EU-Futtermittelrecht zu verschärfen, ist die EU-Kommission am Dienstag im Ständigen Futtermittelausschuss nicht weiter gekommen. Was den Klärschlamm angeht, sind sich die Mitgliedstaaten einig, dass Substrate aus dem Abwasser nicht als Futtermittel verwendet werden dürfen. Daher soll es keine Rolle spielen, ob die Feststoffe gefiltert, chemisch dekantiert oder biologisch aufbereitet wurden. Umstritten ist dagegen noch die Abgrenzung von Prozesswasser und Abwasser. Wenn zum Beispiel eine Molkerei ihre Anlagen reinigt und dies abgeschlossen und kontrollierbar abläuft, soll es sich um verfütterungsfähiges Prozesswasser handeln. Auf Grenzwerte für Dioxin in Futtermittelausgangserzeugnisse konnten sich die EU-Mitgliedstaaten ebenfalls nicht einigen. Die Kommission brachte diesmal 3 000 Pikogramm pro kg Fischmehl, 6 000 Pikogramm pro kg Fischöl und 1 000 Pikogramm pro kg Pflanzenfett in die Diskussion. Es fehlt aber die rechte Basis zur Beurteilung der richtigen Höchstgrenzen. Am 20. Januar 2000 soll das Thema wieder aufgegriffen werden. (Mö)
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