Abhängigkeit der Landwirte von Futtermittelindustrie minimieren

1

Die Industrialisierung in der Landwirtschaft lasse sich nicht an der Größe der Betriebe oder bestimmten Betriebsformen festmachen, sondern daran, ob die Tiere artgerecht gehalten werden. Dies erklärte Ulrike Höfken, agrar- und verbraucherpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, zu den neuen BSE-Funden in Bayern. Die Industrialisierung spiele sich in erster Linie bei den Zulieferern ab, von Pharma- und Pflanzenschutzmittel- bis hin zur Futtermittelindustrie. Höfken forderte eine flächengebundene Tierhaltung, die die Abhängigkeit der Landwirte von der Futtermittelindustrie minimiert. Gleichzeitig müssten die ökonomischen Rahmenbedingungen der Lebensmittelherstellung so verbessert werden, dass sich Qualitätserzeugung auch betriebswirtschaftlich für die Landwirte lohnt und der Zwang zur schnellen Billigproduktion wegfalle. Auch die Futtermittelhersteller, die eine gute Qualität anbieten, müssten bessere Marktchancen erhalten. (ED)
stats