Düngemittel

Absatz erfreut Yara


Nach einer schwachen Einlagerungssaison im Herbst 2012 hat der Absatz von Düngemitteln im 1. Halbjahr 2013 bei Yara zugelegt. Vor allem ds 2. Quartal von April bis Juni brachte Absatz. Insbesondere in Brasilien und Nordamerika, aber auch in der Mittelmeer-Region, brummte die Nachfrage nach Stickstoffdüngern. Allerdings wurde das Ergebnis durch schwache Düngerpreise geschwächt. Den Preisrückgang bei Harnstoff im Vergleich zum Vorjahr beziffert Yara auf fast 30 Prozent.

Dennoch war das Umfeld günstig. "Feste Nahrungsmittelpreise motivierten Landwirte, ihre Produktivität mit einem höheren Einsatz von Dünger zu optimieren", beschreibt Jørgen Ole Haslestad, CEO von Yara, den Rahmen. Andererseits ist auch der Wettbewerb groß. Vor allem China drängt mit hohen Harnstoffmengen auf den Weltmarkt. Hinzu kommen große Lagerbestände an den chinesischen Häfen. Diesem Angebotsdruck können die Preise nicht standhalten.

Der Halbjahresumsatz von Yara beträgt knapp 43,8 Mrd. NOK, das sind knapp 1 Mrd. NOK mehr als vor einem Jahr. Der Nettogewinn fällt auf 4 Mrd. NOK nach 5,8 NOK im Vorjahr.

In seinem Ausblick auf das Gesamtjahr 2013 ist Haslestad verhalten. Zwar gebe es weiterhin genug Anreize gibt für Landwirte, Getreide und Ölsaaten anzubauen und zu düngen. Doch die Preise und damit die Erlöse des weltweit größten Stickstoffsherstellers Yara werden auch vom weiteren Verhalten Chinas beeinflusst. Wie entwickeln sich die Preise für Kohle als Energierohstoff und welche Mengen sind aus China für den Export verfügbar. Das bleiben vorerst die unbeantworteten Fragen für die globale Preisentwicklung bei Stickstoffdünger. (da)
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