Bayerische Milchindustrie

Absatz im Drittland steigt

Die Bayerische Milchindustrie eG (BMI) hat 2016 einen Umsatz von 532 Mio. € erwirtschaftet (-1,9 Prozent). Die Genossenschaft erfasste mit 938 Mio. kg etwas mehr Milch (1,5 Prozent). Außerdem wurden 2,1 Mrd. kg Molke verarbeitet, die die BMI aus den eigenen Käsereien und von Mitgliedsbetrieben bezog. Der Bio-Anteil lag bei der Milch mit 7,6 Mio. kg bei knapp 8 Prozent und bei Bio-Molke mit 340 Mio. kg bei knapp 7 Prozent. Der Absatz der Bioprodukte konnte um 29 Prozent auf 21,8 Mio. kg gesteigert werden. Das Wachstum der vergangenen fünf Jahre mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 15,3 Prozent setzte sich damit fort.

Im Absatzgeschäft blieb das Ausland ein wichtiges Standbein. Mit 48 Prozent wurde knapp die Hälfte des Umsatzes im Export erzielt, teilte das Unternehmen mit. Während der Export in andere EU-Länder um 1,6 Prozent auf 208 Mio. € fiel, konnte der Absatz in Drittländern um 13,3 Prozent auf 48,5 Mio. € gesteigert werden. Der Jahresüberschuss betrug 11,6 Mio. €. Das Ergebnis profitiert von einem Grundstücksverkauf in Landshut in Höhe von 9,8 Mio. €.

Die BMI zahlte für Milch bei tatsächlichen Inhaltsstoffen (4,17 Prozent  Fett, 3,4 Prozent Eiweiß) im Durchschnitt über alle Milchsorten 29,20 Cent je Kilogramm. Im Vergleich zu anderen Molkereien in Bayern hatte die BMI bereits frühzeitig im Juni 2016 die Auszahlungspreise angehoben. Mit dieser Entscheidung habe die Genossenschaft schnell auf den sich zunächst nur langsam abzeichnenden Aufwärtstrend reagiert. Die Mehrerlöse seien damit in maximaler Höhe an die Milcherzeuger weitergegeben worden. (SB)
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