Absatzfonds: Landwirte schalten Bundesrechnungshof ein

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Um die Gelder im Absatzfonds wird weiter gerungen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat heute den Bundesrechnungshof aufgefordert, die laufende Liquidation der Centralen Marketing-Gesellschaft (CMA) und Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) zu überwachen. Alles, was an Rücklagen aus den Abgaben beim Absatzfonds oder bei CMA und ZMP noch vorhanden sind, müssen die Landwirte zurückbekommen", schreibt AbL-Geschäftsführer Georg Janßen an Referatsleiter Herbert Herritsch beim Bundesrechnungshof in Bonn. Gegenüber ernaehrungsdienst.de erklärte ein AbL-Sprecher, er könne sich eine prozentuale Verteilung der noch vorhandenen Mittel an alle Landwirte vorstellen. Janßen benennt eine Summe von 550 Mio. €, die von 2002 bis 2007 an den Absatzfonds gezahlt wurde. Davon seien 120 Mio. € rechtsmittelbehaftet in Rücklagen gestellt worden. Der übrige Teil dürfe auf keinen Fall in eine Nachfolgegesellschaft von ZMP oder CMA eingebracht werden. Deshalb schaltete der AbL jetzt den Bundesrechnungshof ein. Bereits zum zweiten Mal sei die Fraktion der FDP mit einem Antrag im Bundestag gescheitert, der vom zuständigen Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) einen Sachbericht über die Liquidation und Verwendung der Abgaben verlangt. (da)
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