Die EU erlaubt die Förderung nach 2013 bzw. 2017 nicht mehr. Daher musste das Gesetz gekippt werden. „Aus ökologischer Sicht ist diese Entscheidung der EU-Ebene sehr bedauerlich“, kommentierte Cornelia Behm, Sprecherin für Ländliche Entwicklung der Fraktion der Grünen die Verabschiedung des „Branntweinmonopolabschaffungsgesetzes“.

„Wo bisher Agraralkohol aus Getreide, Kartoffeln und Obst verwendet wurde, wird es zukünftig brasilianisches Ethanol aus Zuckerrohr sein“, befürchtet Behm und sieht den höheren Transportaufwand. Zudem entfalle ein Absatzweg für Obst von Streuobstwiesen und bestehe die Gefahr bestehe, dass die Obstbäume gefällt werden. Daher sei es wichtig, so Behm, dass nach dem Auslaufen der Förderung der Agraralkoholproduktion zum Ende des Jahres 2017 wenigstens deren alkoholsteuerliche Begünstigung erhalten bleibt. (az)
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