Wettbewerbsaufsicht

Absprachen kommen teuer

Post von der Bonner Behörde kann teuer werden
-- , Foto: Bundeskartellamt
Post von der Bonner Behörde kann teuer werden

Das Bundeskartellamt hat 2013 in elf Fällen rund 240 Mio. € Bußgelder gegen insgesamt 54 Unternehmen und 52 Privatpersonen verhängt, teilt die Behörde in ihrer Abschlussbilanz mit.

Gleich im Februar haben 22 Mühlenunternehmen sowie der Verband Deutscher Mühlen eine Rechnung von insgesamt rund 41 Mio. € erhalten. Ihnen hat die Bonner Wettbewerbsbehörde „kartellrechtswidrige Absprachen beim Vertrieb von Mehl" nachgewiesen. Zu diesen im Jahr 2013 erteilten Strafen summiert sich das Bußgeld von rund 24 Mio. €, das für die VK Mühlen AG bereits 2011 verhängt worden war.

In diesem Jahr sind nach Angaben des Bundeskartellamtes außerdem Strafen wegen eines Schienenkartells, bei Süßwaren, Haushaltsgeschirr und im Bereich Drogerieartikel fällig geworden.

Spielregeln gelten für alle

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, zeigt sich von der Arbeit seiner Behörde überzeugt: „Wettbewerb funktioniert nur, wenn es Spielregeln gibt, an die sich alle halten", lautet seine Mission. Außerdem lobte er seine Behörde: „In der Kartellverfolgung sind wir in den vergangenen Jahren schlagkräftiger geworden, und der Trend reißt nicht ab."

Tätig ist das Bundeskartellamt außerdem in der Fusionskontrolle. Hier ist nach Angaben der Behörde 2013 mit rund 1.100 geplanten Zusammenschlüssen etwa die gleiche Anzahl wie im Vorjahr angemeldet worden.

Markttransparenzstelle für Kraftstoffe

Besonders stolz ist der Kartellamtschef auf die neue Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, die 2013 an den Start gegangen ist. Hier können Verbraucher aktuelle Tankstellenpreise bundesweit in Echtzeit abrufen. Mundt ruft die Autofahrer auf, das neue Instrument zu nutzen und gezielt die jeweils preiswerteste Tankstelle anzusteuern. Damit steigt nach seiner Ansicht der Druck auf die Anbieter, wettbewerbskonforme Preise zu setzen. (db)
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