Warenbörse München

Abwartende Haltung im Markt

Verkäufer warten auf einen wieder anspringenden Markt. Mühlen und Kraftfutterwerke in Süddeutschland sind ebenfalls zögerlich mit weiteren Käufen für Weizen. Sie erwarten nachgebende Kurse. Wenn auch immer etwas Geschäftstätigkeit besteht, sind die Mengen überschaubar. Unsicherheit über den weiteren Verlauf kennzeichnet das Marktgeschehen zudem. Dennoch gab es Teilnehmer auf dem gut besuchten Branchentreff, die es für möglich halten, dass die tiefsten Preise für Weizen gesehen wurden.

Gefragt ist im Inland immer mal wieder Weizen mit schwachem Protein. Auch wenn Fallzahlen und Hektolitergewicht häufig nicht stimmen, konnten dennoch hohe Proteinwerte in Deutschland eingefahren werden. Ein Ausgleich für diese Ware ist gesucht. Französische Offerten können diese Anfragen mitunter bedienen.

Erster Mais in Ungarn hat 7,0 bis 8,0 t/ha gebracht, war auf der Veranstaltung zu erfahren. Die Werte fallen aber regional sehr unterschiedlich aus. Insgesamt könnte in Ungarn eine Ernte von 7,0 bis 7,5 Mio. t anfallen. Bei einem Eigenbedarf von 5,5 Mio. t wäre immer noch ein Exportüberschuss wie in anderen Jahren von etwa 2,0 Mio. t vorhanden. Geschäft kommt im Moment aber auch hier nur sehr schwer zustande, weil die Preisvorstellungen von 145,00 bis 150,00 €/t ab Station nicht zu erzielen sind. In Rumänien liegen die ersten Druschergebnisse bei Mais bei ordentlichen 6,0 t/ha.

Gut 400 Teilnehmer waren in München aus vielen Teilen Europas vertreten. Die meisten Branchenteilnehmer kamen aus Deutschland. (dg)
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