Ackerböden weltweit begehrt


Das Kursniveau für Getreide der vergangenen beiden Jahre ist keine Ausnahme. Es sollte  eher als Regel angesehen werden. "So, wie man sich an Dieselpreise zwischen 1,40 und 1,55 Euro je Liter gewöhnt hat, muss man sich zukünftig auch an Weizen- und Maispreise von 250 Euro pro Tonne frei Verarbeitungsbetrieb gewöhnen", sagte Dr. Ewald Glaser, Vorstandsvorsitzender der ZG Raiffeisen, Karlsruhe, heute während der Ernte-Pressekonferenz des Unternehmens in der Nähe von Rastatt. Rekordernten oder Maßnahmen von Regierungen könnten dabei immer wieder zu einem Einbruch der Preise führen. „Die weltweite Konkurrenz um Agrarflächen durch Nahrungsmittel-, Futtermittel- und Energieproduktion wird anhalten“, ist Glaser dennoch überzeugt.

Schon heute würden 65 Prozent der in der EU produzierten Pflanzenöle in den Tank fließen. Bei brasilianischem Zuckerrohr seien es 50 Prozent und bei amerikanischem Mais 40 Prozent. Laut einer Studie von FAO und OECD werde der Getreidepreis bis 2020 nochmals um 10 bis 30 Prozent steigen. Die höheren Notierungen seien aber auf Grund des hohen Veredelungsgrades der Nahrungsmittel kein Auslöser für einen Preisanstieg im gleichen Umfang. „Hiobsbotschaften sind nicht angebracht“, so Glaser. (dg)
stats