Photovoltaik

Ackerflächen mit im Rennen


Die Bundesnetzagentur hat heute die vierte Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen bekannt gegeben. Sie nimmt bis zum 1. April 2016 Gebote entgegen. In dieser Runde besteht zum ersten Mal die Möglichkeit, Gebote für Projekte auf Ackerflächen abzugeben, die sich in benachteiligten Gebieten befinden. Die Zahl ist allerdings begrenzt. Insgesamt sollen 2016 und 2017 maximal jeweils zehn solche Projekte einen Zuschlag erhalten. „Man darf gespannt sein, wie das Ausschreibungsergebnis hiervon beeinflusst wird“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Regelung für neue Anlagen

Seit dem 1. September 2015 ist eine finanzielle Förderung von Strom aus neu in Betrieb genommenen Freiflächenanlagen nur noch möglich, wenn sich die Betreiber mit Erfolg an einer Ausschreibung beteiligt haben. Auf diese Weise wird auch die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ermittelt. (db)

Das Ausschreibungsvolumen in der aktuellen Runde ist außerdem mit 125 Megawatt deutlich geringer als in den vorangegangenen Runden. Aktuell sind es 75 Megawatt weniger als bei der Runde im Oktober 2015. Der maximal zu bietende Wert hat sich dagegen nicht geändert. Die Netzagentur nennt 11,09 Cent pro Kilowattstunde. Die Zuschlagswerte werden in der vierten Ausschreibungsrunde wieder im Gebotspreisverfahren ermittelt.

Die Netzagentur weist außerdem darauf hin, dass die Formulare vollständig ausgefüllt sein müssen. Nach der Gebotsabgabe könnten Flüchtigkeitsfehler nicht mehr korrigiert werden. Die Konsequenzen sind spürbar. In den letzten beiden Ausschreibungsrunden des Jahres 2015 mussten nach Angaben der Agentur etwa 10 Prozent der Gebote wegen Formfehlern ausgeschlossen werden. (db)
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