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In 94 Prozent der in Nordrhein-Westfalen überprüften Pommes frites wurde der derzeit gültige Signalwert für Acrylamid unterschritten. In einer Untersuchung unter 828 Imbissen, Fast Food Restaurants, Gaststätten, Restaurants und Kantinen sei ein 40-prozentiges Absinken der durchschnittlichen Belastung mit Acrylamid im Vergleich zum Vorjahr nachgewiesen worden, erklärte das niedersächsische Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) in einer Pressemitteilung. 75 Prozent der überprüften Pommes frites unterschritten sogar deutlich den Signalwert von 570 Mikrogramm pro Kilogramm und lagen bei Werten von weniger als 300 Mikrogramm pro Kilogramm. Die beauftragten Lebensmitteluntersuchungsämter konnten den Angaben zufolge ebenfalls nachweisen, dass die Zahl der Friteusen, die mit einer Temperatur von mehr als 180 Grad Celsius arbeiten, gegenüber 2002 um mehr als die Hälfte zurückgegangen sei. Bei Fritiertemperaturen über 180 Grad Celsius wird von einer erhöhten Acrylamidbildung ausgegangen. Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn äußerte sich zufrieden zu den Untersuchungsergebnissen. Die Untersuchung zeige, dass "es technologisch sehr gut möglich ist, Pommes frites mit niedrigen Acrylamidgehalten für Verbraucherinnen und Verbraucher zuzubereiten". (ED)
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