Neunmonatszahlen

Adama macht guten Schnitt

Unter Beobachtung
ChemChina ist ein diversifizierter chinesischer Staatskonzern mit der Agrarchemiesparte China National Agrochemical Corporation (CNAC). Bereits seit 2011 sind die Chinesen an der Adama Agricultural Solutions Ltd., Tel Aviv, beteiligt, und halten seit diesem Jahr alle Anteile. Für 2017 ist geplant, Adama in die chinesischen Agrarchemieaktivitäten zu integrieren. Besonders intensiv beobachtet die EU-Kommission diese Aktivitäten. Denn ChemChina will auch Syngenta kaufen.  (db)
Als weiteres Quartal mit Rekordzahlen geht der Zeitraum Juli bis September 2016 in die Geschichte von Adama ein. Der Umsatz ist um 7 Prozent höher als im 3. Quartal des Vorjahres, der operative Gewinn (Ebit) steigt um 73 Prozent. Damit summiert sich der Umsatz der Adama Agricultural Solutions Ltd., Tel Aviv, in den ersten neun Monaten 2016 auf rund 2,4 Mrd. US-$. Da das 1. Halbjahr 2016 jedoch schwächer gelaufen war, bleibt der Umsatz um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.

Hohe Margen

Gute Margen warf das Geschäft allerdings auch schon in den ersten sechs Monaten ab, so dass Adama das Ebit um 15 Prozent auf 313 Mio. US-$ gesteigert hat. Unter dem Strich ist für die Aktionäre in den ersten drei Quartalen 2016 sogar ein Plus von 32 Prozent herausgekommen: der Nettogewinn beträgt 191 Mio. US-$.

Zum Umsatz berichtet das Unternehmen, dass die Verkaufsmengen in den ersten neun Monaten 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 6 Prozent gesteigert werden konnten. Da allerdings die Verkaufspreise niedriger waren, drückt sich das Wachstum nicht in einem Umsatzplus aus. Gleichwohl hat der Gewinn deutlich zugelegt, weil Adama nach eigenen Angaben von niedrigeren Einstandspreisen und Produktionskosten profitieren konnte.

Europa zieht an

In Europa hat Adama nach einem schwächeren 1. Halbjahr im 3. Quartal Boden gutgemacht. Zum Wachstum haben nach Unternehmensangaben ein insgesamt besseres Geschäft in Osteuropa und höhere Fungizidverkäufe in Südeuropa beigetragen. Insgesamt bleibt der Europaumsatz von Adama in den ersten neun Monaten 2016 aber hinter dem Vorjahr zurück. Auch in Südamerika besteht ein leichter Rückstand. In allen anderen Regionen gibt es Wachstum.

Integration in China

Auf der Agenda von Adama steht jetzt die Integration in China. Geplant ist in der ersten Hälfte 2017 der Zusammenschluss mit dem ChemChina-Tochterunternehmen Sanonda, das bereits an der Börse in Shenzhen gelistet ist. Das Management des Adama-Konzerns strebt nach eigenen Angaben an, der erste chinesisch-globale Anbieter von Pflanzenschutzmitteln zu werden. (db)
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