Pflanzenschutz

Adama stärkt Fungizidsparte

Die Übernahme von Syngenta durch ChemChina ändert die Marktgewichte in Deutschland erheblich. Nufarm stärkt sich mit Adama-Produkten. Adama wiederum erhält als Ausgleich Filetstücke von Syngenta.

Zwischen Adama Agricultural Solutions Ltd., der Syngenta AG sowie der Nufarm Limited ist eine bindende Vereinbarung für einen Portfolio-Verkauf getroffen worden. Adama gibt an Nufarm Pflanzenschutzprodukte für den europäischen Markt im Wert von 490 Mio. US-$ ab, wie am Dienstag bekannt wurde. Adama wiederum erhält als Ausgleich von Syngenta Rechte an Wirkstoffen und Produkten sowie Vertriebsrechte.

Die Adama Deutschland GmbH teilt heute mit, welche Produkte am deutschen Markt ab 2018 einerseits von Adama zu Nufarm und andererseits von Syngenta zu Adama wechseln. Adama gibt an Nufarm in Deutschland ab:
  • Getreidefungizide: Ampera, Orius
  • Getreideherbizide: Sword, Tomigan 200
  • Wachstumsregler: Calma
  • Maisherbizide: Bromoterb, Bromotril 225 EC, Sulcogan, Starship
  • Insektizide: Bulldock, Pyrinex
  • Beizen: Orius Universal, Sombrero

Adama erhält im Gegenzug von Syngenta mehrere Produkte, die es je nach Rechten und Vermarktungsstrategie in drei Gruppen unterteilt hat:
  • Gruppe 1, exklusive Vertriebsrechte für Syngenta-Produkte, die Adama unter neuem Namen (in Klammern) vertreiben wird: Ridomil Gold Combi (Folpan Gold), Lambda WG (Lamdex forte)
  • Gruppe 2, exklusive Rechte am Wirkstoff der Syngenta-Produkte, die Adama unter dem bisherigen  Markennamen vertreiben wird: Plenum, Pirimor Granulat, Topik 100, Symetra, Bontima, Seguris, Seguris Opti
  • Gruppe 3, Syngenta-Produkte, für die Adama Mitvertriebsrechte unter eigenem Markennamen (in Klammern) verhandeln kann: Amistar (Mirador 250 SC), Ortiva (Zakeo 250 SC), Dual Gold (Efica 960 EC), Score (Mavita 250 SC).

Außerdem gibt es eine vierte Gruppe in den Vereinbarungen zwischen Adama und Syngenta. Hierbei handelt es sich um Adama- Produkte, für die Syngenta in Deutschland Mitvertriebsrechte unter eigenem Syngenta-Markennamen (in Klammern) verhandeln kann. Es handelt sich um Agil-S (Zetrola) und Mavrik (Evure).

Deutschlandchef von Adama sehr positiv gestimmt

„Wir sehen den Veränderungen, die sich für unser Portfolio ergeben, sehr positiv entgegen“, kommentiert Frank Gemmer, Geschäftsführer der deutschen Adama, die Vereinbarungen. Er weist ergänzend darauf hin, dass die EU-Kommission den geplanten Transaktionen noch zustimmen muss. Die Vertragsparteien rechnen mit einem Abschluss bis Ende des Jahres 2017. Unter ungünstigen Umständen könne sich der Transfer bis ins 1. Quartal 2018 verzögern. (db)
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