Der Agrarminister von Sachsen-Anhalt Hermann Onko Aeikens ist besorgt über die Flächenkonkurrenz in der Landwirtschaft. Solarmodule auf Äckern lehnt er ab.
„Solarmodule gehören auf Dächer und nicht auf die Felder, um die Nutzungskonkurrenz auf den Flächen nicht noch weiter anzuheizen", sagte Aeikens bei der Einweihung einer Photovoltaikanlage auf einem Scheunendach in Walbeck im Landkreis Mansfeld-Südharz. Aeikens begrüßte daher den kürzlich vom Bund beschlossenen Stopp der Förderung von Solarmodulen auf Ackerflächen. Photovoltaikanlagen auf Dächern landwirtschaftlicher Betriebe seien ein zweites Standbein der Betriebe und würden deren Wirtschaftlichkeit verbessern, so Aeikens weiter. Positiv wertete Aeikens auch, dass die Bundesregierung die Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm aufgehoben hat. Dadurch können auch kleine Photovoltaikanlagen vom Bund weiter gefördert werden, begründete der Agrarminister.

In Sachsen-Anhalt beträgt der Anteil der erneuerbaren Energien an der Nettostromerzeugung nach Angaben von Aeikens mehr als 34 Prozent. Der  Bundesdurchschnitt beträgt 16 Prozent. Im vergangenen Jahr hat sich die  Erzeugung von Solarstrom in Sachsen-Anhalt fast verdoppelt.  (sta)
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