Die EU verhängt weiter Handelsbeschränkungen bei Rindern, Schafen und Ziegen wegen der Blauzungenkrankheit. Freiwillige Impfungen können eine Aufhebung ermöglichen. „Vor dem Hintergrund der greifbaren Aufhebung von Handelsbeschränkungen der Europäischen Kommission im kommenden Jahr, empfehle ich den Tierhaltern, die vorbeugende Impfung auf freiwilliger Basis fortzuführen", sagte der Agrarminister von Sachsen-Anhalt, Hermann Onko Aeikens, heute in Magdeburg. Ziel sei, die Erregerfreiheit für das Blauzungenkrankheitsvirus in Deutschland gegenüber der EU-Kommission nachzuweisen, um im kommenden Jahr von Handelsbeschränkungen befreit zu werden. Dies gelänge nur, wenn es keine neuen Ausbrüche der Blauzungenkrankheit auftreten würden.

Die seit 2006 in Deutschland grassierende Tierseuche Blauzungenkrankheit konnte durch flächendeckende Impfungen in den vergangenen drei Jahren in Deutschland eingedämmt werden. Erstmals trat 2010 das Virus bei Rindern, Schafen und Ziegen nicht mehr auf. Obwohl im vergangenen Jahr die Impfpflicht aufgehoben wurde, wird die Impfung empfohlen. Die Impfung sollte möglichst frühzeitig im Jahr erfolgen, so dass die Tiere rechtzeitig einen Impfschutz aufbauen und im Sommer gegen die Überträger des Virus, die Stechmücken, geschützt sind. (sta)
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