Äquador gegen neue Regelung der EU-Bananeneinfuhr

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Nachdem die EU den Bananenstreit mit den USA schlichten konnte, protestiert nun Äquador heftig gegen das mit den Amerikanern erreichte Verhandlungsergebnis. Äquador gehört zu den wettbewerbsfähigsten Bananenexporteuren auf der Welt und hätte deshalb nichts dagegen, dass die EU - wie zunächst geplant - die zollvergünstigten Einfuhrlizenzen nach dem Windhundverfahren vergibt. Das Land, das über seine heutigen 22 Prozent hinaus größere Marktanteile in der EU gewinnen möchte, sieht sich behindert, nachdem nun die Einfuhrlizenzen nach historischen Handelsmengen vergeben werden sollen. Die EU möchte unbedingt auch mit Äquador eine Lösung erzielen. Schließlich habe das Land damals einen Streit gegen das Bananeneinfuhrregime der EU vor der WTO gewonnen, erklärte am Mittwoch in Brüssel der Pressesprecher von Agrarkommissar Franz Fischler. Äquador habe aber wegen seiner Abhängigkeit von Importen auf Strafzölle gegen die EU verzichtet. (Mö)
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