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Erstmals ist der Erreger der afrikanischen Schweinepest (ASP) im nördlichen Europa nachgewiesen worden. In Georgien starben Tiere in elf Betrieben an ASP, dessen Erreger in den Ländern der Sub-Sahara endemisch ist, berichtete die Welttiergesundheits-Organisation (OIE), Paris, am Donnerstag. Eine Gruppe mit Fachleuten von OIE, FAO und der EU soll schnellstmöglich in die betroffene Region entsendet werden und nach einer möglichen Eintragsquelle für den Erreger suchen. ASP sei eine Zecken-gebürtige Krankheit, gegen die es bisher keine Vakzine oder eine effektive Heilmethode gebe und die mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tod infizierter Tiere führt, erläuterte die OIE. Für den Menschen ist der Erreger nicht gefährlich.

Bereits Mitte Mai meldeten mehrere georgische Schweinehalter erste Todesfälle in ihren Tierbeständen, die zunächst dem porzinen Circovirus zugeschrieben wurden, das bei Jungtieren zur "Wasting Disease" führt. Bei der laboranalytischen Suche nach dem Erreger sei dann das ASP-Virus als Verursacher der Todesfälle identifiziert worden, erläuterte die OIE. Daraufhin seien mehr als 20.000 Schweine in zehn Regionen des Landes vorsorglich getötet worden, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern. (Wo)

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