Agco mit Fendt im Rückstand


Das Umsatzwachstum des US-Agrartechnikkonzerns Agco schwächt sich ab. Das neue Werk in Marktoberdorf läuft verzögert an.

Um 16 Prozent ist der globale Agco-Umsatz von Januar bis September 2012 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gestiegen, teilt das Unternehmen mit Hauptsitz in Duluth im US-Bundesstaat Georgia heute mit. Ingesamt sind jetzt 7,3 Mrd. US-$ erreicht.

Im 3. Quartal berichtet Agco besonders von Umsatzwachstum in Nord- und Südamerika. Schwächer ist es in Europa ausgefallen. Hier nennt Agco-Chef Martin Richenhagen vor allem Einbußen in Südeuropa und Skandinavien, wogegen er den Absatz in den Hauptmärkten Deutschland und Frankreich als „normal" einstuft.

Richenhagen erwartet jedoch gebremstes Wachstum im 4. Quartal 2012. Als einen Grund nennt er, dass die neue Fertigung für Fendt-Traktoren in Marktoberdorf wegen Überwachungsarbeiten nicht in voller Auslastung läuft. Deswegen rechnet er mit schwächeren Auslieferungen.

Für das Gesamtjahr 2012 hat Richenhagen die bisherige Umsatzprognose von 10,1 bis 10,3 Mrd. US-$ zurückgeschraubt. Er geht jetzt von 9,8 bis 10,0 Mrd. US-$ aus. Agco ist global Anbieter von Traktoren, Mähdreschern, Grünlandtechnik sowie Bodenbearbeitungsgeräten. Kernmarken sind Fendt, Challenger, Massey-Ferguson und Valtra. In den USA kommt Getreidelagertechnik von der Marke GSI. In Deutschland werden Fendt-Schlepper an den bayerischen Standorten Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim gefertigt. (db)
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