Agco profitiert von Südamerika


Das Agrartechnikgeschäft in Südamerika brummt. Der Hersteller Agco kompensiert dort zum Teil den Rückgang in Westeuropa. Für das 1. Halbjahr 2010 berichtet das Unternehmen, dass der globale Umsatz mit Traktoren und Landmaschinen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf rund 3,1 Mrd. US-$ gesunken ist. Ohne Währungseinfluss wären es etwa 11 Prozent weniger gewesen. Der Nettogewinn im 1. Halbjahr 2010 beträgt 73 Mio. US-$ und damit etwa 20 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Absatzregionen entwickeln sich auseinander. Für Agco stellt Europa zwar noch fast die Hälfte aller Umsätze. Doch der Markt in Südamerika wächst schnell und ist aktuell für Agco bedeutender als Nordamerika. Auch für die 2. Jahreshälfte erwartet Agco-Chef Martin Richenhagen, dass Südamerika Wachstumstreiber bleibt. Dagegen schätzt er den Markt in Westeuropa als schwach ein. Ähnlich hatte sich in der vergangenen Woche der US-Agrartechnikhersteller CNH geäußert.

Für das Kalenderjahr 2010 stellt Richenhagen einen Agco-Umsatz von 6,7 bis 6,8 Mrd. US-$ in Aussicht. Im Vorjahr hatte das Unternehmen mit Hauptsitz in Duluth im US-Bundesstaat Minnesota 6,6 Mrd. US-$ umgesetzt. Zum Angebot gehören Traktoren, Mähdrescher, Grünlandtechnik sowie Bodenbearbeitungsgeräte. Kernmarken sind Fendt, Challenger, Massey Ferguson und Valtra. In Deutschland produziert Agco/Fendt an den beiden bayerischen Standorten Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim. (db)
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