Saisonauftakt

Agco spürt Agrarmarktflaute


Um mehr als 8 Prozent ist der globale Agco-Umsatz im 1. Quartal 2016 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zurückgefallen, berichtet das Unternehmen mit Hauptsitz in Duluth/US-Bundesstaat Georgia am Mittwoch. Die Umsatzerlöse von Januar bis März dieses Jahres summieren sich den Angaben zufolge auf 1,6 Mrd. US-$.

PS-starke Traktoren in Nordamerika weniger gefragt

Agco hebt im aktuellen Berichtszeitraum insbesondere die flauen Geschäfte mit Traktoren und Landmaschinen in Südamerika hervor, vor allem in Brasilien. In Südamerika liegt der Umsatz von Januar bis März 2016 um 42 Prozent unter jenem aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Für Nordamerika betont Agco insbesondere das geringe Interesse an PS-starken Traktoren, Mähdreschern sowie Pflanzenschutztechnik. Die Umsatzerlöse in dieser Region unterschreiten die Vorjahreszahlen um fast 14 Prozent.

Zweigeteilter Markt in Europa

In Westeuropa ist das Bild zweigeteilt. Höhere Verkäufe von Landtechnik in Frankreich und Skandinavien stehen schwächere Märkte etwa in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Italien gegenüber.

Mit Blick auf das laufende Jahr erwartet Agco-Chef Martin Richenhagen weiterhin niedrige Agrareinkommen rund um den Globus. Spiegelbild dessen seien verhaltene Investitionen in Landtechnik. Die globalen Umsatze für sein Unternehmen sieht er 2016 bei 7 Mrd. US-$. Bereits im Februar dieses Jahres nannte Richenhagen diese Zahl. In der Geschäftssaison 2015 hatte Agco weltweite Umsatzerlöse von 7,5 Mrd. US-$ eingefahren. (Sz)
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