Jahresabschluss

Agco spürt schwache Agrarpreise

Agco gibt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von insgesamt 9,7 Mrd. US-$ bekannt. Ein Jahr zuvor standen etwa 10,8 Mrd. US-$ in den Büchern, teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Duluth/US-Bundesstaat Georgia heute mit. Der aktuelle Nettogewinn wird mit 404 (Vorjahr: 592) Mio. US-$ angegeben.

Als Folge des schwierigen Marktverlaufs im aktuellen Berichtszeitraum habe Agco die Kostenstruktur weiter angepasst. Dies habe auch Entlassungen und eine vorübergehende Beurlaubung von Beschäftigten in den Agco-Werken bedeutet. Insgesamt verringerte sich die Mitarbeiterzahl im aktuellen Berichtszeitraum den Angaben zufolge um mehr als 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mit Blick auf die Regionen stellt der Konzern 2014 vor allem den Verkaufsrückgang von Großtraktoren in Nordamerika heraus. Dieser konnte nur teilweise ausgeglichen werden durch Wachstum in den unteren PS-Segmenten. In Südamerika gingen die Umsatzerlöse 2014 gegenüber dem Vorjahr um fast 10 Prozent zurück, vor allem hervorgerufen durch eine schwache Nachfrage in Brasilien. Rückläufige Geschäfte in Europa - insbesondere in Deutschland und Frankreich - hätten nur bedingt kompensiert werden können, beispielsweise in der Türkei sowie auch in Afrika.

Mit Blick auf 2015 erwartet Agco-Chef Martin Richenhagen, dass sich die niedrigen Preise für Agrarprodukte weiterhin negativ auf die landwirtschaftlichen Einkommen auswirken werden. Als Folge dessen sei mit geringeren Umsätzen und schwächeren Landtechnikverkäufen zu rechnen. Richenhagen peile aus heutiger Sicht einen Umsatz im laufenden Jahr zwischen 8,1 und 8,3 Mrd. US-$ an. (Sz)
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