Die "strategische Forschungsagenda" für den Weizen stellten die Wissenschaftler am Montag, den 27. Juli, zum Abschluss eines G20-Gipfels der Agrarforscher in der Türkei vor. Sie fordern mehr Investitionen für die Weizenforschung und Züchtung sowie eine bessere Zusammenarbeit zwischen den öffentlichen und privaten Forschungs- und Züchtungseinrichtungen. Nur so könne der wachsende weltweite Bedarf an Weizen gesichert werden.

Die Weizenforscher rechnen damit, dass es im Jahr 2050 auf Grund des Bevölkerungswachstums eine um 60 Prozent höhere Weizennachfrage gibt als im Vergleichsjahr 2010. „Um diese zu befriedigen, muss der jährliche Ertragsfortschritt von 1,1 Prozent auf 1,6 Prozent steigen", begründete Professor Frank Ordon vom Julius Kühn-Institut (JKI), der die deutsche Delegation bei dem Treffen vertrat, den Appell. Die Forschungsagenda sei ein Meilenstein auf dem Weg zur Ernährungssicherung, sagte Ordon.

In dem Dokument benennen die Wissenschaftler ihre kurz-, mittel-, und langfristigen Prioritäten in der Weizenforschung. Es ist ein erstes Ergebnis der 2011 von den G20-Agrarministern gegründeten Weizeninitiative. In dem Netzwerk haben sich 16 Länder, 9 private Züchtungsunternehmen sowie zwei internationale Zentren zusammengeschlossen. (sta)

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