Zukunftsinvestition

Agrana eröffnet Stärkewerk

In die neue Weizenstärkeanlage in Niederösterreich hat Agrana eigenen Angaben zufolge rund 70 Mio. € investiert. Im Segment Stärke kann das Produktangebot in Pischelsdorf künftig neben Mais- und Kartoffelstärke auf Weizenstärke ausgedehnt werden. Die Errichtung neben der Bioethanolanlage eröffne einen „bedeutenden Schritt" in Richtung Ressourceneffizienz, das heißt 100 Prozent Rohstoffnutzung.

In der Weizenstärkefabrik werden jährlich aus rund 250.000 t Weizen 105.000 t Weizenstärke, 23.500 t Weizengluten sowie 55.000 t Weizenkleie gewonnen, so Agrana.

Durch die enge Integration der Weizenstärkeanlage und der bestehenden Bioethanolfabrik könne das eingesetzte Getreide zu 100 Prozent verwertet werden. So gehen die bei der Herstellung von Weizenstärke und -gluten ungenutzt bleibenden Rohstoffbestandteile in die Bioethanolerzeugung sowie in die Herstellung des hochwertigen, gentechnikfreien Eiweißfuttermittels „Actiprot", betont Agrana.

Gemeinsam mit hochreinem Kohlendioxid, welches der Industriegaskonzern Air Liquide aus den Gärtanks der Bioethanolanlage gewinnt, lassen sich am Standort Pischelsdorf künftig aus nur einem Rohstoff somit vier hochwertige Produkte herstellen. (Sz)
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