Am Standort Pischelsdorf in Österreich soll die Verarbeitungskapazität von 820.000 t auf mehr als 1 Mio. t Getreide jährlich steigen. Der Aufsichtsrat der Agrana hat das Vorhaben genehmigt. Das Gesamtinvestitionsvolumen wird 92 Mio. € betragen. Baubeginn nach Einholung der entsprechenden behördlichen Genehmigungen ist im Frühjahr 2018, die Inbetriebnahme ist Anfang 2020 geplant. Mit der Kapazitätserweiterung entstehen 44 neue Arbeitsplätze.

Am Standort Pischelsdorf mit zukünftig rund 200 Mitarbeitern befindet sich neben der Weizenstärkeanlage auch Österreichs einzige Bioethanolanlage. Durch die enge Integration der beiden Anlagen wird das eingesetzte Getreide zu 100 Prozent verwertet. Nach Gewinnung von Weizenstärke und Weizengluten gehen die ungenutzt bleibenden Rohstoffbestandteile in die Bioethanolerzeugung sowie in die Herstellung eines hochwertigen, gentechnikfreien Eiweißfuttermittels. Gemeinsam mit hochreinem CO2, das der benachbarte Industriegaskonzern Air Liquide aus den Gärtanks der Bioethanolanlage verflüssigt, werden am Standort Pischelsdorf aus einem Rohstoff vier hochwertige Produkte hergestellt.

Der Bereich Stärke ist neben Frucht und Zucker eines der drei Segmente des Agrana-Konzerns. Insgesamt ist AGRANA im Stärkesegment mit drei österreichischen Werken in Aschach/Donau (OÖ), in Gmünd (NÖ) und in Pischelsdorf (NÖ) sowie in Szabadegyháza (Ungarn) und in Țăndărei (Rumänien) an fünf Produktionsstandorten tätig. (da)
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