Weil die Energiepreise niedrig und der Konsum der Deutschen hoch ist, erwartet jedes dritte Unternehmen hierzulande, dass sich die Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten verbessert. Ganz anders geht es der Landwirtschaft: Als einzige von acht untersuchten Branchen geben die befragten Betriebsleiter an, dass sie mit ihrer aktuellen Situation unzufrieden sind und auch so schnell keine Besserung erwarten. Das geht aus der Mittelstandsumfrage der genossenschaftlichen Finanzgruppe hervor. Grund seien die niedrigen Erzeugerpreise, die für eine angespannte Liquiditätssituation sorgen, teilten DZ Bank, WGZ Bank und der Bundesverband der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken am Donnerstag gemeinsam mit.

Den größten Optimismus legt indes die Ernährungsbranche an den Tag, die Geschäftslage beurteilt das von den Niedrigzinsen verwöhnte Baugewerbe am besten. Das macht sich auch in den Investitionsplänen bemerkbar. Während die Unternehmen so viel Geld für neue Projekte ausgeben wollen wie noch nie, entzieht sich auch hier die Agrarbranche dem positiven Trend. Nur 63 Prozent der befragten Höfe wollen in den nächsten sechs Monaten investieren. In der Ernährungsbranche sind es dagegen 86 Prozent, in der Chemiebranche 85 Prozent und im Baugewerbe 83 Prozent.

Insgesamt wurden für die Erhebung 1.500 Unternehmen von März bis Mitte April 2016 befragt. (sp)
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