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Im neuen Jahr kommt es zu Steuererhöhungen bei Agrardiesel. Sie zwingen die Landwirte zu exakten betrieblichen Kalkulationen, betont der Deutsche Bauernverband (DBV). Ab 2005 wird in Deutschland die Steuer für Agrardiesel auf umgerechnet 40 Cent je Liter erhöht. Nur für maximal 8.371 Liter Dieselverbrauch bleibt die bisherige Erstattung von 21,48 Cent je Liter bestehen, die über das übliche Verfahren bei den Hauptzollämtern beantragt wird. Der krumme Wert von 8.371 Liter errechnet sich aus dem Selbstbehalt von 350 Euro (entspricht 1.629 Liter) und der Obergrenze von 10.000 Liter, oberhalb derer keine Erstattung gezahlt wird. Die höchstmögliche Rückvergütung pro Jahr und Betrieb beläuft sich nach Berechnungen des DBV auf 1.798 Euro.

Ein Landwirt kann einen Antrag auf Erstattung auch erst ab einer Summe über 400 Euro (350 Euro Selbstbehalt zuzüglich 50 Euro Bagatellgrenze) stellen. Unterhalb dieser 400-Euro-Schwelle, die einem Verbrauch von 1.862 Liter Dieselkraftstoff entspricht, zahlt er den vollen Dieselsteuersatz von 47,04 Cent pro Liter. Dies gilt ebenso für einen Dieselverbrauch oberhalb der 10.000 Liter Grenze.

Der DBV weist außerdem darauf in, dass eine Anrechnung des Dieselverbrauchs bei überbetrieblichem Maschineneinsatz möglich ist. Betriebe, die im Auftrag Dritter Arbeiten durchführen, wie Lohnunternehmer, sind jedoch ab 2005 nicht mehr selbst antragsberechtigt. (ED)

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