Die Ausfuhren deutscher Agrar- und Ernährungsgüter erreichen einen neuen Höchstwert. Außerhalb der EU ist die Nachfrage besonders hoch.

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes haben die deutschen Exporte von Agrar- und Ernährungsgütern im 1. Halbjahr 2012 mit 29,5 Mrd. €  eine neue Rekordmarke erreicht. Sie liegen um gut 1,8 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Die Ausfuhren in die Drittländer haben sich dabei weiter beschleunigt. Sie summierten sich im ersten Halbjahr auf mehr als 7 Mrd. €, ein Plus von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert und entsprachen damit erstmals rund einem Viertel aller deutschen Agrarausfuhren, berichtet die Exportorganisation der Deutschen Agrarwirtschaft (Gefa), heute in Berlin. 

Besonders dynamisch entwickelten sich die Ausfuhren nach Asien. Die Ausfuhren in die EU-Staaten zeigen den Angaben zufolge erste leichte Erholungsanzeichen. Die Rangliste der für den deutschen Drittlandexport bedeutendsten Länder wird erneut angeführt von Russland, gefolgt von der Schweiz und den USA. 

Stärkste Warengruppe bei den Ausfuhren in die Drittländer sind die Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs. Die größten Wachstumsraten zeigen die Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Die Ausfuhren von Molkereiprodukten in diese Ländergruppe erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 24,8 Prozent auf 795 Mio. €, die von Fleisch und Fleischwaren stiegen im gleichen Zeitraum um rund 22 Prozent auf 785 Mio. €. (sch)
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