Aufwärtstrend

Agrarexport legt weiter zu

Auf rund 31 Mrd. € beziffert das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) den Wert der im ersten Halbjahr 2013 exportierten Agrar- und Ernährungsüter. Dies bedeute eine Fortsetzung des beachtlichen Wachstums der Vorjahre, "trotz der Widrigkeiten auf dem wichtigen russischen Markt", so der Exportbeauftragte des BMELV, Staatssekretär Dr. Gerhard Müller.   

Aber auch die Importe von Ernährungsgütern legten den Angaben zufolge im ersten Halbjahr zu. Sie übertrafen mit einem Wert von 34,4 Mrd. € jenen  des Vorjahreszeitraums um 2,1 prozent. Der negative Saldo in der Außenhandelsbilanz im Agrarbereich habe sich jedoch somit von rund 4,7 auf 3,3 Mrd. € verringert, heißt es in der Mitteilung.

Die Entwicklung sei für alle Produktgruppen positiv verlaufen, so das BMELV. Für die mit 4,5 Mrd. € wertmäßig stärkste Gruppe der Milch- und Milcherzeugnisse sei ein markantes Plus von knapp 10 Prozent verzeichnet worden. Rund 3,8 Mrd. € entfallen dabei auf Länder der EU. Aber auch für den Export in Drittländer ergaben sich Steigerungen bei Konsum- und Verarbeitungsmilch, während die Ausfuhren von Käse und Magermilchpulver rückläufig gewesen seien.

Mit einem Wert von 4,4 Mrd. € übertraf auch die Ausfuhr von Fleisch und Fleischerzeugnissen jenen im Vorjahreszeitraum um rund zwei Prozent. Der Rückgang im Absatz nach Russland infolge des Einfuhrstopps für Frischfleisch sei durch höhere Exporte nach China ausgeglichen worden.

Der mit knapp 21 Prozent größte Exportzuwachs wurde nach BMELV-Angaben für Getreide und dessen Verarbeitungsprozessen verzeichnet. Er erreichte im ersten Halbjahr einen Wert von 4,1 Mrd. €.  

Im Handel mit Drittländern belaufen sich die gesamten Exporte auf rund 7,5 Mrd. €. Die mit Abstand größten Drittlandsmärkte seien die Schweiz, Russland sowie die USA, teilt das BMELV mit. Auf sie folgen in der Länderrangliste Saudi-Arabien sowie mit sehr hohen Wachstumsraten die Volksrepublik China mit plus 53 Prozent und Norwegen. (jst)
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