Der Wert deutscher Agrarausfuhren legt in den ersten drei Quartalen 2012 zu. Treibende Kraft ist das Geschäft in Drittländern. „Der deutsche Agrarexport setzt seinen Wachstumskurs auch 2012 fort", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesagrarministerium (BMELV), Dr. Gerd Müller, heute in Berlin. Nach vorläufigen Daten stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 44 Mrd. €.

Ausschlaggebend für das Wachstum sind gestiegene Exportwerte an Fleisch und Fleischerzeugnissen. Diese legten um 9,4 Prozent auf 6,6 Mrd. € zu. Der Exportwert bei den Milcherzeugnissen stagnierte hingegen. Hier ist lediglich ein Zuwachs von 0,3 Prozent auf 6,2 Mrd. € zu verzeichnen. Während der Käseexport weiter ein solides Wachstum zeigte, war die Entwicklung bei anderen Milcherzeugnissen rückläufig. Bei Getreide lag die Exporttonnage nach der eher geringen Ernte des Jahres 2011 mit 6,2 Mio. t deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum, als noch 7,2 Mio. t exportiert wurden.

Im Handel mit den EU-Partnern summierten sich die Ausfuhren in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 33 Mrd. €. Das entspricht einem Plus von 4,2 Prozent. Während der Export nach Skandinavien und Großbritannien zweistellige Wachstumsraten verzeichnete, zeigten sich bei den Ausfuhren in die EU-Mittelmeeranrainerstaaten zum Teil negative Vorzeichen.

Die treibende Größe des Exportwachstums sind erneut die Drittlandsexporte. Es wurden Waren im Wert von 11 Mrd. € in Drittländer ausgeführt, rund 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings wurde auf dem wichtigsten Drittlandsmarkt, Russland, der Exportwert des Vorjahres knapp verfehlt. Die Ausfuhren sanken um 2,4 Prozent auf 1,36 Mrd. €, weil weniger Schweinefleisch exportiert wurde. (sch)

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