Auf Wachstumskurs

Agrarexport visiert Rekordmarke an


Mit Ausfuhren im Wert von voraussichtlich 71,3 Mrd. € inklusive Landtechnik wird die Agrar- und Ernährungsbranche 2013 einen neuen Rekord einstellen. Das ergeben die aktuellen Hochrechnungen der Exportförderorganisation Gefa auf Basis der Oktober-Daten des Statistischen Bundesamtes.

Gegenüber dem Vorjahr würde dies einer Steigerung um 3,5 Prozent entsprechen. Damit komme der „Vertrauensbonus“, den deutsche Produkte im Ausland genießen, „in Zeiten wirtschaftlicher Erholung wieder stärker zum Tragen“, kommentierte Dr. Franz-Georg von Busse, Sprecher der Gefa und Generalbevollmächtigter der Alois Pöttinger Maschinenfabrik, die Zahlen.

Das Wachstum verdanken die deutschen Agrarexporteure vor allem dem guten Geschäft mit anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Ausfuhren in die EU-28 (ohne Landtechnik) stiegen von Januar bis Oktober 2013 um insgesamt 3 Prozent auf 41,6 Mrd. € und stehen somit nach Angaben der Gefa für 77 Prozent der Exporte der hiesigen Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Das Drittlandsgeschäft habe mit einem Wertezuwachs von 2,9 Prozent auf 12,7 Mrd. € etwas geringer zugelegt als zuvor. Hier machen sich unter anderem die Schwierigkeiten im Export nach Russland bemerkbar. Russland hat ein Verbot für deutsche Frischfleischimporte verhängt und auch zahlreiche Betriebe der hiesigen Milchwirtschaft für den Export gesperrt.

Nichtsdestotrotz liegen die Ausfuhren der Milchbranche mit einem Plus von 11,5 Prozent auf 7,9 Mrd. € an der Spitze der Exporte der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Auf Rang zwei folgen die Ausfuhren von Fleischerzeugnissen und Fleisch mit 7,8 Mrd. €, die sich jedoch um 2 Prozent schwächer entwickelten als im Zeitraum Januar bis Oktober 2012. Auf Rang 3 folgt die Landtechnikbranche, die ihre Exporte um mehr als 7 Prozent auf 5,9 Mrd. € steigerte. (pio)
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