Agrarexporte sind betrugsanfällig

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Das System der Ankunftsnachweise beim Export von Rindfleisch und Käse in Drittländer kritisierte in dieser Woche der europäische Rechnungshof. Besonders bei Agrarprodukten mit unterschiedlichen Erstattungssätzen für verschiedene Destinationen seien die geforderten Nachweise für die Lieferungen viel zu kompliziert und betrugsanfällig. Der Rechnungshof hätte am liebsten eine einheitliche Erstattung für alle Drittländer, weiß aber, dass dies unter anderem wegen bestehender Präferenzabkommen nicht geht. Die EU-Kommission lehnt dagegen den Vorschlag ab, die Ankunftsnachweise zu vereinfachen oder ganz auf sie zu verzichten. Dann seien Betrug noch leichter möglich, warnt die Kommission. Die einzige Lösung des wenig ergiebigen Rechnungshofberichtes ist, dass die EU-Mitgliedsstaaten und die beauftragten Prüfunternehmen die Exporteure noch etwas stärker unter die Lupe nehmen müssten als es ohnehin schon geschieht. (Mö)
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