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Die Zukunftsaussichten der Agrargenossenschaften sind viel versprechend, wenn sich unternehmerisches Handeln weiter durchsetzt, sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesernährungsminister, Dr. Gerald Thalheim, anlässlich einer agrarpolitischen Veranstaltung Nossen (Sachsen). Zehn Jahre erfolgreiche Umstrukturierung in der ostdeutschen Landwirtschaft zeigten, wie richtig die Entscheidung gewesen sei, die strukturelle Entwicklung nicht politisch vorzugeben, sondern weitgehend dem Markt zu überlassen. Heute seien die Agrargenossenschaften in den neuen Ländern wirtschaftliche Unternehmen, die sich am Markt behaupten. Die Chancen stünden gut, dass sich die Agrargenossenschaften zu rechtlich und wirtschaftlich gefestigten, unabhängigen Unternehmen entwickeln, die im europäischen Vergleich bestehen. Wichtig seien die Managementfähigkeiten der leitenden Mitarbeiter. Hier dürfte es auch im Generationswechsel nicht zu Brüchen kommen. Das Genossenschaftsmodell müsse klar ausgerichtet sein auf Effizienzverbesserung und ökonomischen Erfolg. Wichtig sei auch die Bereitschaft der Mitglieder, Kapital bereit zu stellen und Risiken zu übernehmen. Wo Gewinne erzielt werden, sei diese Bereitschaft in der Regel auch vorhanden. "Aber gerade hier bleibt noch einiges zu tun", betonte Thalheim. (ED)
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