Jahresbilanz

Agrargeschäft der BASF schrumpft

Der Umsatz der BASF-Gruppe nahm 2016 um 18 Prozent auf 57,6 Mrd. € ab. Hauptgrund für den starken Rückgang war das Abstoßen des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts im Rahmen des Ende September 2015 erfolgten Tauschs von Vermögenswerten mit Gazprom. Umsatzmindernd wirkten sich zudem niedrigere Verkaufspreise und Währungseffekte aus. Der Absatz konnte dagegen um 2 Prozent gesteigert werden, teilte BASF am Freitag mit. Das Ebit vor Sondereinflüssen lag mit 6,3 Mrd. € um 430 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Im 4. Quartal gab es jedoch eine Wende: Umsatz und Ergebnis stiegen wieder an.

Aktionäre profitieren
Zufrieden zeigt sich die Konzernspitze mit dem Kurs der BASF-Aktie. Er lag Ende 2016 mit 88,31 € rund 25 Prozent über dem Schlusskurs des Vorjahres. Der Hauptversammlung soll eine Erhöhung der Dividende um 0,10 € auf 3,00 € vorgeschlagen werden. Auf Basis des Jahresschlusskurses 2016 bietet die BASF-Aktie damit eine Dividendenrendite von 3,4 Prozent.
Im Segment Agricultural Solutions stieg der Umsatz im 4. Quartal dank höherer Mengen um 10 Prozent auf 1,3 Mrd. €. Das Ebit vor Sondereinflüssen ging allerdings um 65 auf 79 Mio. € zurück. Gründe dafür seien höherer Fixkosten, teilweise bedingt durch neue oder erweiterte Produktionsanlagen, zum Beispiel für das Herbizid Dicamba, gewesen. Der Umsatz im Gesamtjahr ging infolge niedrigerer Verkaufsmengen sowie negativer Währungseffekte um 4 Prozent auf 5,6 Mrd. € zurück. Das „herausfordernde Marktumfeld für Pflanzenschutzprodukte“ habe die Nachfrage vor allem bei Insektiziden in Südamerika und Fungiziden in Europa gedämpft. Die Preise lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Ebit vor Sondereinflüssen erreichte dadurch trotz des rückläufigen Umsatzes mit 1,1 Mrd. € das Niveau des Vorjahres.

„Wir sind verhalten optimistisch für 2017“, sagte Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF SE, bei der Bilanzpressekonferenz in Ludwigshafen. Zum angestrebte Wachstum sollen alle Segmente beitragen. „Das Ebit vor Sondereinflüssen wollen wir im Vergleich zu 2016 leicht steigern“, kündigte Bock an. Erwartet werden deutlich höhere Beiträge im Segment Oil & Gas. In den Segmenten Performance Products, Functional Materials & Solutions sowie Agricultural Solutions geht Bock von einem leicht höheren Ebit vor Sondereinflüssen aus und bei Chemicals von einem Beitrag auf dem Niveau des Vorjahres. (SB)
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