Agrargeschäft stärkt DuPont


Die Segmente Agrar und Ernährung bringen DuPont Umsatz und Gewinn. Sondereinflüsse belasten den gesamten Konzern.

Der US-Chemiekonzern DuPont de Nemours, Wilmington/Delaware, hat im Geschäftsjahr 2012 mit 34,8 Mrd. US-$ etwa 3 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr. Wachstumstreiber waren das Agrargeschäft mit plus 14 Prozent auf 10,4 Mrd. US-$ sowie das Segment Ernährung und Gesundheit mit plus 39 Prozent auf 3,4 Mrd. US-$ Umsatz. In fast allen anderen Geschäftsbereichen hat der diversifizierte Konzern Umsatzverluste erlebt.

Entsprechend haben sich die Ergebnisse entwickelt. Für die Agrarsparte weist DuPont 2012 ein operatives Ergebnis von fast 2,1 Mrd. US-$ und damit 18 Prozent mehr als im Vorjahr aus. Etwa verdoppelt hat sich der operative Ergebnisbeitrag der Sparte Ernährung und Gesundheit. Schwach entwickelt haben sich dagegen die Ergebnisse der bislang für DuPont wichtigen Spezialchemikalien.

Als Nettogewinn für den gesamten Konzern weist DuPont 2012 knapp 2,8 Mrd. US-$ aus, was einem Rückgang um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Für dieses Minus spielen neben den schwächern operativen Ergebnissen auch Sondereinflüsse eine Rolle. DuPont-Chefin Ellen Kullman verweist insbesondere auf neue Berichtspflichten zu Pensionsrückstellungen. Auf der anderen Seite sei 2012 die Produktivität gestiegen sowie Kosten gesenkt worden. „DuPont steht heute stärker da als vor einem Jahr", kommentierte Kullman die Ergebnisse.

Zur Agrarsparte von DuPont gehören Pflanzenschutzmittel sowie Saatgut der Tochtergesellschaft DuPont Pioneer. Die Sparte Ernährung und Gesundheit profitiert mittlerweile von Synergien aus dem Enzymgeschäft, nachdem 2011 die dänische Danisco integriert worden ist. Erfolgreich entwickeln sich auch Sojaproteine als funktionelle Inhaltstoffe für Nahrungsmittel und Gesundheitsprodukte. (db)
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