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Eine Preisabsprache des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) zugunsten der Erzeuger ist rechtlich nicht möglich, betonten Vertreter des LEH während des heutigen Agrargipfels in Berlin. Mittlerweile habe das wohl auch das Bundeslandwirtschaftsministerium eingesehen und rücke von seinen zeitweise in die Diuskussion gebrachten marktregulatorischen Vorschlägen ab. Darüber hinaus sei es unfair, die Abwärtsentwicklung des Milchpreises dem LEH anzulasten. Die Milchmärkte sind aus Sicht des LEH überversorgt. Zudem reagierten die Verbraucher nach Angaben des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels bei Milchprodukten wesentlich preiselastischer als erwartet und würden mit steigenden Preisen ihre Konsumgewohnheiten ändern. Darüber hinaus entfallen nur 40 Prozent der in Deutschland erzeugten Milch als Konsummilch oder Molkereiprodukte auf den LEH, rechnete ein hochrangiger Handelsmanager vor. Den größeren Anteil verarbeite die Nahrungsmittelindustrie und der werfe niemand Preisdumping vor. (hol)
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