Digitalisierung

Agrarhandel im Rückstand

Die Unternehmen des Agrarhandels sind in ihrer Gesamtheit noch nicht ausreichend auf die Digitalisierung vorbereitet, so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Dr. Henning Ehlers. Gleichzeitig würden die Ansprüche der Landwirte an ihre Handelspartner rasant steigen, sagte auf der Bilanzpressekonferenz des Verbandes in Berlin.  In den nächsten Jahren seien seiner Einschätzung nach grundlegende Veränderungen im Handel zu erwarten, die in ihrer Dynamik und in ihrem Ausmaß heute noch gar nicht abzuschätzen seien.

Auch sei damit zu rechnen, dass im Zuge der Digitalisierung neue Wettbewerber auftreten werden, die dem etablierten Handel große Teile der Wertschöpfung entreißen könnten, sagte Ehlers. Darauf müssten sich auch die Mitgliedsunternehmen des DRV einstellen und sich gezielt innovationsbereiten Betrieben zuwenden und deren Anforderungen an das Handelsgeschäft zügig umsetzen.

Dabei sei jedoch klar, dass insbesondere die kleineren genossenschaftlichen Unternehmen diese Aufgabe nicht bewältigen könnten. Daher arbeite der DRV daran, digitalisierte Plattformlösungen für den genossenschaftlichen Verbund und zu entwickeln und den Mitgliedsunternehmen zur Verfügung zu stellen. Damit könnten auch wertvolle Synergien zwischen den einzelnen genossenschaftlichen Unternehmen erzielt werden, zeigte sich Ehlers überzeugt. (jst)
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